Gartenschere statt PC-Maus: Freiwillige Füchse helfen der Grünen Liga.
Vor vier Jahren spendete YellowFox Geld für Baumsetzlinge an die Grüne Liga Osterzgebirge e. V. Der gemeinnützige Verein unterhält verschiedene Projekte, darunter auch ein Waldumbauprojekt in der Nähe des Ortes Bärenstein. Eine ehemalige Fichtenmonokultur soll mithilfe der Baumspende zu einem gesunden Mischwald umgestaltet werden, der den veränderten Klimabedingungen standhält. Denn eins ist klar: Die Fichtenwälder des Osterzgebirges haben durch die Trockenheit der letzten Jahre stark gelitten.
Man pflanzt ein paar Bäumchen und die Natur besorgt den Rest? Nicht ganz. Neben Geduld braucht Wald auch fleißige Hände, die in besonders trockenen Sommermonaten gießen und regelmäßig Überwuchs zurechtstutzen und entfernen. Denn nicht nur die Baumsetzlinge wachsen der Sonne entgegen – auch Konkurrenten wie Brombeer- und Himbeersträucher, Brennnesseln und Holunder. Sie wachsen schneller als eine Tanne und rauben ihr Licht und Nährstoffe.
Darum tauschen jedes Jahr im September einige Füchse Schreibtisch gegen Gartenschere, damit der Mischwald gedeihen kann. In den vier Jahren, seitdem die Baumsetzlinge eingepflanzt wurden, haben sich einige ordentlich gestreckt. Manch Bäumchen ist inzwischen mannshoch. Je nach Standort und Art gibt es aber auch Spätzünder. So haben es die gepflanzten Weißtannen nicht so eilig und sind kaum einen halben Meter hoch.
Mit Handschuhen und Gartenscheren bewaffnet zogen die Füchse also in Begleitung Jens Webers von der Grünen Liga los, um Brennnesseln, Holunder und Himbeeren zurechtzustutzen, damit Eiche, Weißtanne, Linde und Co. ungestört wachsen können.
Im Anschluss an den Arbeitseinsatz folgte bei spätsommerlichem Sonnenschein ein kleines Picknick an der Biotoppflegebasis der Grünen Liga. Dazu wurde frisch zubereiteter Holzapfeltee aus der unmittelbaren Umgebung serviert. Danach gab es eine Exkursion zu einem bereits abgeschlossenen Waldumbauprojekt des Vereins. Für manchen Fuchs lag die Stärkung des Abends quasi am Wegesrand. In einem gesunden Wald gibt es offenbar eine üppige Pilzvielfalt!
Viel Bewegung an der frischen Luft, herrliche Natur und viel Wissen: Wir bedanken uns beim Verein für die wichtige Arbeit, die er leistet. Ein besonderer Dank gilt Jens Weber, der uns durch den Tag begleitet und an seinem umfangreichen Wissensschatz zum Naturschutz im Osterzgebirge teilhaben lassen hat.